Dienstag, 19. August 2014

Das Gespräch mit der Nixe.


Oft besuche ich den Fluss Regen der direkt vor meiner Haustür liegt, manchmal auch Nachts. Gerade dann ist es am Schönsten, wenn alle anderen Schwingungen schweigen, die Menschen schlafen, fast keine Autos sind unterwegs und die Angler und Sonnenanbeter sind auch schon weg. Manchmal treffe ich auch eine Gruppe Jugendlicher die ein wildes Feuer angemacht haben, laut Musik hören und anscheinend froh sind der elterlichen Obhut entkommen zu sein. Das Feiern am Fluss finde ich generell toll, wenn sie nur auch wieder ihren Müll mitnehmen würden. Oft genug wandere ich mit einem Müllbeutel an den Regen und sammle Dinge wie zerbrochene Flaschen oder andere eklige Dinge (da will ich jetzt nicht näher darauf eingehen) mit Einweghandschuhen ein.

Habe ich das getan setze ich mich noch ein bisschen hin und genieße die Ruhe, halte Zwiesprache mit mir selbst oder mit den Flussbewohnern. Dabei wurde mir nach solch einer Aufräumaktion was lustiges mitgeteilt, ich solle doch in Zukunft, wenn die Flaschen nicht ganz ausgetrunken wurden, sie nicht, wie ich es sonst immer tue, am Feldrand in der entgegengesetzten Richtung des Flusses ausgießen, sondern direkt in den Fluß, sie würden sich darüber freuen. So so, auch Flussgeister mögen gerne mal einen Guten Schluck, antwortete ich schmunzelnd. Ja das mögen sie und sie erachten es als nur recht und billig, wenn man schon direkt an ihrem Zuhause feiert, so laut ist und alle Pflanzen und Tiere stört, sollen sie doch gefälligst was ab bekommen oder zumindest eingeladen werden.

Mich kennen ja schon die Nixen, Fischchen und sonstiges Getier durch wiederholte Besuche, das heißt ich bin an den Fluss gegangen, heute aber hat mich eine Nixe besucht. In der Dämmerungszeit stehe ich oft am Fenster und bewundere den jedesmal wieder andersfarbigen Sonnenuntergang. Die Farben wie sie sich im Fluss spiegeln und wie sie sich auf der Wasseroberfläche verändern, oft springt ein Fisch aus dem Wasser und lässt sich wieder hineinfallen. So auch diesmal, ich mache mir einen Sport daraus das Springen der Fische im richtigen Augenblick zu bewundern, den in blitzeschnelle ist dieses Schauspiel auch schon wieder vorbei. An einer Stelle springt also ein Fisch aus dem Wasser, man sieht kurz das silbrige Aufblitzen von Schuppen und ein platschen, tja und was soll ich euch sagen genau an dieser Stelle guckt plötzlich eine Nixe aus dem Wasser, sieht mich über die komplette Distanz an und winkt mir. Ich winke verunsichert zurück, aber erst nachdem ich einen verstohlen Blick hinter mich geworfen habe, ob mein Mann mir gerade zu schaut. Kurz zweifle ich an meiner geistigen Gesundheit, aber da winkt sie mir schon wieder zurück. Ich sehe sie nicht wie ich Menschen oder Gegenstände betrachte, nein ich sehe sie irgendwie dazwischen, irgendwie wie ein blinzeln?! Nicht mit den Augen, eher mit...der Seele?!
Sie fragt mich und deutet mir, ich solle schwimmen kommen, ich antworte das es mich dafür viel zu kalt sei. Sie akzeptiert, dass ohne weiteres, winkt wieder, diesmal zum Abschied und bevor ich auch noch den Arm heben konnte, springt wieder ein Fisch an der selben Stelle aus dem Wasser und taucht auch gleich wieder mit einem Platschen unter.

Was für eine Begegnung. Ist euch auch schon mal so was passiert? Und wenn ja, was, wie und mit welchem Wesen?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für deinen Kommentar! Ich freu mich schon ihn zu lesen.