Donnerstag, 8. Januar 2015

Buchrezension über "Der Selbstversorger": Selbstversorgung - nachhaltig, biologisch, natürlich von Wolf-Dieter Storl


Gerade habe ich das Buch (als Ebook-format)  "Der Selbstversorger": Selbstversorgung - nachhaltig, biologisch, natürlich - von Wolf-Dieter Storl fertig gelesen, bevor aber die Rezension geschrieben wird, soll der Autor selbst zu Wort kommen.
In diesem Video beschreibt er kurz was dieses Buch beinhalten soll und worauf er inhaltlich besonderen Wert gelegt hätte:




Es ist wieder mal ein sehr gutes Buch, dass sich flüssig lesen lässt. Es gibt Einblick in die schillernde Autobiographie Störls. Der Autor erläutert welchen Sinn, Nutzen und auch Notwendigkeit es haben kann sich selbst zu versorgen. Wenn man die Beschreibungen ließt bekommt man direkt Lust sich eine kleines Gemüsebeetchen anzulegen, jedoch muss eingeschränkt werden, dass es für Menschen die in der Stadt leben und weder einen Garten noch einen Balkon haben, nicht möglich ist die Ideen die Störl hat, umsetzen zu können.
Ab ca. der Hälfte des Buches geht es darum den perfekten Kompost anzulegen und diesen optimal zu nutzen. Der passionierte Gartenfreund wird diese Informationen sicher zu schätzen wissen,  der Durchschnittsgärtner mit Platzproblemen eher weniger und der Stadtmensch  ohne Möglichkeit des Kompostanlegen wohl gar nicht.

Zusammenfassend erinnerte mich dieses Buch sehr an einen Dialog aus Goethes Faust der Tragödie erster Teil:
Deutsche Fotothek‎ [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

 "Mephistopheles.
Mein Freund, nun sprichst du wieder klug!
Dich zu verjüngen, gibt’s auch ein natürlich Mittel;
Allein es steht in einem andern Buch,

Und ist ein wunderlich Capitel.

Faust.
Ich will es wissen.

Mephistopheles.
 Gut! Ein Mittel, ohne Geld
 Und Arzt und Zauberey, zu haben:
Begib dich gleich hinaus aufs Feld,
Fang’ an zu hacken und zu graben,

Erhalte dich und deinen Sinn
In einem ganz beschränkten Kreise,
Ernähre dich mit ungemischter Speise,
Leb’ mit dem Vieh als Vieh, und acht’ es nicht für Raub,
Den Acker, den du ärndest, selbst zu düngen;

Das ist das beste Mittel, glaub’,
Auf achtzig Jahr dich zu verjüngen!

 Faust.
Das bin ich nicht gewöhnt, ich kann mich nicht bequemen
Den Spaten in die Hand zu nehmen,
Das enge Leben steht mir gar nicht an."

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